Ortsteams

Am 30. November 2025 wird der Kirchengemeinderat Villingen gewählt. Zum ersten Mal wählen alle Pfarrgemeinden aus der Kirchengemeinde gemeinsam einen Kirchengemeinderat. Dieser wird festlegen, wie sich die Kirchengemeinde in Zukunft entwickeln wird, wo welche Gottesdienste gefeiert werden, wofür wie viel Geld ausgegeben wird.
Der Kirchengemeinderat schaut aufs Ganze der Gemeinde. Aber auch vor Ort bleibt „die Kirche im Dorf“. Erste Ansprechpartner für das Gemeindeleben „in Jakobus“ sind Pfarrerin Anja Bork und Pfarrerin Lisa Bender. Im Bereich „Matthäus“ sind Pfarrerin Leonie Rix und Pfarrerin Dorothea von Kalckstein die ersten Ansprechpartner. Für alle Belange „in der Stadt“ sind Pfarrer Udo Stober, Pfarrer Oliver Uth, Pfarrerin Dorothea von Kalckstein und Pfarrerin Lisa Bender die ersten Ansprechpartner. Dazu wird es drei Teams geben, die das Gemeindeleben vor Ort gestaltet – die „Ortsteams“.
Ein Ortsteam kümmert sich um die praktischen Fragen vor Ort. Es schaut zum Beispiel, wann es Frühstück in den Kirchen gibt, wer einen Empfang im Anschluss an einen Gottesdienst organisiert, wann es Kindergottesdienste gibt, wer wann Kirchendienst übernimmt oder welche neuen Formate vor Ort ausprobiert werden sollten. Ein Ortsteam muss das nicht alles selbst machen – aber organisieren und vernetzen und einen Überblick haben.
Bisher gibt es Ortsteams noch nicht. Deshalb können die Ortsteams sich auch selbst Themen suchen, die ihnen am Herzen liegen, und ihre Arbeit selbst organisieren. Die Ortsteams bieten die Möglichkeit, das Gemeindeleben vor Ort direkt mitzugestalten!
Alle, die möchten, können in einem Ortsteam mitmachen. Wer interessiert ist, meldet sich im Pfarramt, bei einer Pfarrperson, bei jemandem aus dem Kirchengemeinderat oder jemandem, der sich in der Gemeinde engagiert. Die Ortsteams sind flexibler als die Ältestenkreise oder der Kirchengemeinderat: es gibt keine Wahl (und damit auch keine feste Amtsperiode – im Kirchengemeinderat immerhin sechs Jahre!). Auch muss man nicht Mitglied der Evangelischen Landeskirche sein, um sich einzubringen.
Wer in einem Ortsteam mitmacht, wird in einem Gottesdienst begrüßt und gesegnet. Damit weiß die Gemeinde, wer sich in einem Ortsteam engagiert. Und die, die sich engagieren, spüren den Rückhalt und den Zuspruch der Gemeinde: Gott möge Euch in Eurer Arbeit begleiten und stärken.
Es gibt für jede frühere Gemeinde ein Ortsteam – aber wer in einem Ortsteam mitarbeitet, kann sich selbst Schwerpunkte für die Arbeit setzen! Manche werden nur in einem Ort oder einer Kirche aktiv sein wollen, andere sich nur zu bestimmten Themen einbringen. Diese Freiheit wird es auch weiterhin geben!
Seit den 1970er Jahren (also schon lange vor den ersten großen Reformen in den Kirchen) treten immer mehr Menschen aus den beiden großen Kirchen aus. Lange Zeit sah es so aus, als würden Freikirchen wachsen. Allerdings zeigen neue Studien, dass auch das leider nicht stimmt: Freikirchen werden nicht größer; wer aus den Kirchen austritt, wird meist konfessionslos und gehört zu gar keiner Gemeinde mehr. Ein Patentrezept, wie man diese Entwicklung stoppen kann, gibt es nicht.
Deshalb suchen die Kirchen nach guten neuen Wegen, im 21. Jahrhundert kleiner und dennoch lebendig und hoffnungsfroh Kirche zu sein. In der badischen Landeskirche versuchen wir es mit engerer Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden. Außerdem versuchen wir, soweit es geht an den gewohnten Orten präsent zu sein. Deshalb gibt es einen gemeinsamen Kirchengemeinderat – und Teams, die sich vor Ort (oder zu bestimmten Themen) direkt einbringen. Wir sind gespannt, wohin uns dieser Weg führen wird, und freuen uns auf Ihre Mitarbeit und Begleitung – sei es im Gebet, Gespräche oder einem Engagement in unserer Gemeinde!
