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Quelle: Kirchengemeinde
Telefonische Erreichbarkeit
Mo-Fr 9-12 Uhr
Mo, Mi, Do 14 - 16 Uhr
 

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Offene Kirche Johannes

Johanneskirche

 
Quelle: privat
Sie betreten die Evangelische Johanneskirche.
Dies ist ein Ort, an dem sich sonntäglich die Gemeinde zum Gottesdienst versammelt.
Dies ist ein Ort mit langer ökumenischer Geschichte. Dies ist ein Ort, an dem Sie Ruhe finden können - oder den Sie für sich entdecken
 
        Manchmal am Tage
          schließe ich mitten im Trubel die Augen
          dann will ich Abstand gewinnen
          und das Ziel wieder vor Augen sehen
 
 
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr
 
 
 

Etwas zur Geschichte der Kirche

 
1253: Der „Ritterliche Orden St. Johannis vom Spital zu Jerusalem“ lässt sich in Villingen nieder.
 
1330: Die Johanniter-Ordenskirche wird gebaut. Über 450 Jahre lang als Johanniter-Ordenskirche genutzt.
Ende 17. und Anfang 18. Jahrhundert: Die Kirche wird im Stil des Barock
umgebaut.

1806: Der Ritterorden wird aufgehoben - eine Folge des Reichsdeputations-Hauptschlusses (Abschlussbericht der außerordentlichen Reichsdeputation, des letzten wichtigen Gesetzes des Heiligen Römischen Reiches).
Die Inneneinrichtung der Kirche wird im Großherzogtum Baden verteilt.
 
 
 
1807: Letzter römisch-katholischer Gottesdienst - danach zweckentfremdet als Lagerhalle und später als Gefängnis - dazu wurde im Chorraum ein eigenes Treppenhaus gebaut, wobei ein beträchtlicher Teil der Stuckdecke zerstört wurde.
 
1859: Die neu gegründete Evangelische Gemeinde kauft die Kirche.
 

Länge—Breite—Höhe

 
Innenmaße des Langhauses (Kirchenschiff): 23,5 m x 11,5 m
Deckenhöhe im Langhaus: 9 m
Innenmaße des Chores: 18,5 m x 13,5 m
Deckenhöhe im Chor: 10,5 m

Rundgang - im Langhaus, im Kirchenschiff

Quelle: Johannesgemeinde
Den Eingang ziert ein gotisches Portal mit einem mit Holzranken verzierten
Windfang. Beim Betreten fällt der Blick auf das große gotische Fenster in der Chorwand. Die Decke im Schiff ist gestuckt und verziert mit Weinranken, Blumengirlanden und Früchtekörben. In der Mitte ist auf dem Medaillon ein gewappneter Engel dargestellt, der das Ordenswappen der Johanniter hält.
Die beiden anderen Medaillons enthalten Wappen von Komturen, unter denen der barocke Umbau vollzogen wurde. Ein Komtur (auch Kommentur, von lateinisch „Befehlshaber“) war bei den geistlichen Ritterorden der Obere einer Kommende.
 
 
 
 
 
Die Orgel ist ein denkmalgeschütztes (letztes) Werk der
Quelle: Johannesgemeinde
Donaueschinge
Quelle: Johannesgemeinde
r Orgelbauer Schildknecht und Bergmann von 1838 (Gehäuse, Windladen und 9 Register). Früher stand sie in der Evangelischen Stadtkirche in Sulzburg. Seit 1980 ist sie restauriert und um ein Rückpositiv
erweitert (2 Manuale und Pedale, 30 Register, mechanische Traktur - Orgelbauwerkstatt Georges Heintz, Schiltach). 1934 wurde der Kirchenraum renoviert und eine Dampfheizung eingebaut.
Aus dieser Zeit stammt das heutige Gestühl, und die neugotische Kanzel vom Ende des 18. Jahrhunderts wurde aufgestellt. Im Zuge dieser Renovierung wurden die beiden Glasfenster „Kreuzigung“ und „Auferstehung“ angebracht - ein typischer
Ausdruck der nationalistischen Stimmung Anfang der 1930er Jahre.

Rundgang - im Chorraum

Quelle: Johannesgemeinde
Das Glasbild im großen gotischen Fenster in der Chorwand stellt Johannes den Täufer dar, den Namensgeber der Kirche. Dieses Glasfenster wurde von Prof. Georg Meistermann (*1911 in Solingen; +1990 in Köln) geschaffen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Chorraum sind eine ganze Reihe von Grabplatten zu sehen. Auf der linken Seite ist neben den beiden großen Steinen
Quelle: Johannesgemeinde
eine Informationstafel dazu.
Einige dieser Grabplatten wurden beim Einbau der Fußbodenheizung gefunden.
 
Die bedeutendste Grabplatte ist die des Rollmann von Dattenberg, zu dessen Zeit die Kirche barockisiert wurde.
Quelle: Johannesgemeinde
 
 
 
Auf dem Deckenbild sieht man das Rundgang - im Langhaus, im Kirchenschiff gekrönte Kriegswappen des  Ordens (weißes Balkenkreuz statt des 8-zackigen Sterns), darüber verschiedene Banner des Ordens. Die gesenkten Fahnen sind Beutestücke des besiegten Gegners; am unteren Bildrand sind Beutewaffen dargestellt. Ein in Ketten liegender Gefangener unterstreicht die kriegerische und - früher einmal - siegreiche Geschichte des Ritterordens. Diese Darstellung entstand allerdings zu einer Zeit, als der Orden seine kriegerische Vergangenheit längst abgelegt hatte.
Über der Sakristeitür wurde nach der Renovierung 1981 das „Bergpredigt-Bild“ eines Villinger Malers aus dem 19. Jh. aufgehängt. Vorher war es an der Trennwand zwischen Chor und Schiff angebracht.
 

… aus der evangelischen Zeit

1859 kauft die neu gegründete evangelische Gemeinde die Kirche.
1882 Gründung des Evangelischen Kirchenchors.
1892 wird die Gemeinde eine selbständige Kirchengemeinde.
1902 wird Adolf Barner der erste Pfarrer
der Villinger Kirchengemeinde. Er ist hier bis 1938.
1904 betreibt der Evangelische Frauenverein eine Volksküche. Im Jahr drauf wird daraus der Krankenpflegeverein. Zwischen Langhaus und Chor wird eine Mauer gezogen, die den Kirchenraum von Gemeinderäumen trennte.
1923/24 wird im Chorraum ein Saal eingebaut und eine Zwischendecke eingezogen.
1929 wird der erste evangelische Kindergarten eröffnet, in der Wehrstraße (1947 ein zweiter am Schwedendamm).
1934 wird die Kirche renoviert.
1938 Umbau und Erweiterung der Orgel durch die Firma Walcker.
1952 wird die Paulusgemeinde gegründet.
1960 wird die Markusgemeinde gegründet, 1974 die Petrusgemeinde, (bis 2003) 1975 die Lukasgemeinde.
1980/81 Renovierung der Johanneskirche, Integration des Chorraums, neue Orgel, Fußbodenheizung.
 
 
 
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